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INKLUSIV

Das Online – Magazin
Scala TV
26
Mai

INKLUSIV – Das Online Magazin – EINFACH SINGEN

Sr. Christin Jurende, Neonatologische Kinderkrankenschwester auf der Neugeborenen-Intensivstation des Klinikums LB, und Nicole Dunz, betroffene Mutter geben einen Einblick in den Alltag auf der Neonatologie LB vor und während Corona und die Anliegen einer betroffenen Mama.

Moderation: Mandy Pierer (Tragwerk e.V.)


Das Perinatalzentrum ist der Zusammenschluss von Frauen- und Kinderklinik zur Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen der Frauenkliniken Ludwigsburg, Bietigheim und im Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart.

Ludwigsburg gehört zu dem Perinatalzentrum Level 1 (höchste Stufe der Versorgung) der Schwangeren sowie Frühgeborenen - & Neugeborgenversorgung. Auf der Intensivstation (U1F-I) werden Frühgeborene ab der Grenze der Lebensfähigkeit und kranke Neugeborene versorgt. Eltern und Kinder haben bei der Versorgung die höchste Priorität.

Unsere Station befindet sich seit 2017 in neuen und hellen Räumlichkeiten. Dabei ist die Station in Teilbereiche aufgeteilt. Zunächst benötigen die meisten frühgeborenen Kinder Unterstützung bei der Atmung, dem Kreislauf und der Ernährung. Diese Hilfe erhält es im Intensivbereich der Station. Mit zunehmender Stabilisierung und Entwöhnung erfolgt eine Verlegung in den Überwachungsbereich (U1F-IMC). Hat sich das Kind angepasst, kann vor der Entlassung nach Hause noch eine Verlegung auf Normalstation (U1K) erfolgen. In allen Bereichen sind wir familienorientiert und wollen den Eltern die Möglichkeit geben trotz der schwierigen Situation, viel und engen Kontakt mit Ihrem Kind zu haben. Die Kinder werden unter dem Minimal-Handling Konzept versorgt, um ihnen Zeit zum Wachsen und gesundwerden zu geben. Durch unsere Stillberaterinnen können wir Sie beim stillen bestens unterstützen. Für das Handling mit Ihrem Kind leiten wir Sie nach dem Konzept des Kinesthetik-Infant-Handlings an, damit Sie ein sicheren Umgang mit Ihrem Kind üben können. Ab dem Aufenthalt im Überwachungsbereich kann Rooming-In erfolgen, sodass die Eltern-Kind-Beziehung weiter gestärkt werden kann. Während des gesamten Aufenthaltes in unserer Klinik arbeiten wir eng im multiprofessionellen Team mit den Ärzten und Pflegenden, Physiotherapeuten, Seelsorge und Sozialberatung, sowie dem Nachsorgeteam zusammen, um den Familien eine gute und sichere Zeit bei uns und zu Hause zu gewährleisten.
Sr. Christin Jurende und Nicole Dunz stellen den Ludwigsburger Verein „Die Frühlinge e.V.“ vor, in dem Frau Dunz selbst 2. Vorstand und Frau Jurende Fachvorstand der Pflege ist.

„Die Frühlinge e.V. – Elterninitiative für Frühgeborene Ludwigsburg

Wer sind wir?
Die Frühlinge e. V. sind Anfang 2007 aus einer Selbsthilfegruppe entstanden. Wir sind Eltern frühgeborener Kinder sowie Ärzte, Schwestern und Seelsorger der Kinderintensivstation am Klinikum Ludwigsburg. Wir sind Mitglied im Bundesverband „Das Frühgeborene Kind e. V.“

Unsere Ziele
Unser mildtätiger Verein wurde gegründet, um die Lebensqualität von Frühgeborenen und deren Familien zu verbessern. Wir wollen
• Betroffene informieren, beraten, begleiten.
• Aktivitäten zur Selbsthilfe von Eltern frühgeborener Kinder fördern.
• Kontakte zu Ärzten, Schwestern, Seelsorgern und Therapeuten aufbauen und pflegen.
• Durch eine geeignete Öffentlichkeitsarbeit eine stärkere Medienpräsenz der Frühchenproblematik erreichen.

Wie wollen wir helfen?
Wie können wir bei dieser Vielfalt an Geschichten als Laien – d. h. ohne therapeutische Ausbildung – unterstützen? Was haben all diese Eltern, unabhängig von ihrer individuellen Geschichte – gemeinsam? Ein Hinweis darauf kam von unserem Gründer“vater“ Herrn Dr. Walka. Er sagte: „Ihnen allen ist gemeinsam, dass Ihre Schwangerschaft überraschend völlig anders verlaufen ist und völlig anders geendet hat, als Sie es sich vorgestellt haben. Dieses Gefühl teilen alle Betroffenen. Genauso wie das Gefühl, Angst und Sorge um das neue Kind zu haben, anstatt vor allem Freude und Glück zu empfinden.“ In unseren vergangenen Frühlingsrunden haben wir ausserdem festgestellt, dass fast alle Eltern, besonders die Mütter, auch nach langer Zeit das Thema der Frühgeburt nicht einfach ad acta legen können, frei nach dem Motto: „Einmal Frühcheneltern, immer Frühcheneltern“

Weiterführende Links:
www.diefruehlinge.de
www.oktopusfuerfruechen.de







Zum Sachsenheimer Projekt EINFACH SINGEN sind alle eingeladen, die gerne singen, unabhängig von Alter, Vorerfahrung und Nationalität. Die einzigen Voraussetzungen sind Neugierde und die Lust auf Menschen und Musik. Einander begegnen, voneinander lernen und beieinander sein ist das Ziel. Und das im herzlichen und fröhlichen Miteinander.

Begonnen hat das ehrenamtliche Projekt EINFACH SINGEN vor ca. vier Jahren als eine interkulturelle Kooperation von Kirbachschule Hohenhaslach, Stadt Sachsenheim und AK Asyl. Seit über einem Jahr ist auch das Pflegeheim Sonnenfeld, Großsachsenheim mit EINFACH SINGEN am Vormittag mit von der Partie.

1 mal im Monat treffen sich am Abend 70-100 Sängerinnen und Sänger im Alter von 10-95 Jahren, vormittags im Pflegeheim Sonnenfeld sind über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Begeisterung dabei. Wir singen laut und leise, auch Bodypercussion darf es gerne sein, es wird auch mal getanzt. Wir singen traditionelles Liedgut, aber auch Pop, Schlager. Kurzum – wir singen alles!

(Fast) keine Sprache ist uns Fremd – zur Not wird im internationalen „Du-Du“ gesungen. Wir singen einstimmig oder im Chorsatz – jeder nach seinen Fähigkeiten, Können und Wollen. Wir sind inklusiv-integrativ und verbindend. Jeder ist so dabei wie er ist, kann und möchte. Egal woher er herkommt oder wohnt. Wir sind international und interreligiös. Mittlerweile kommen Menschen aus dem ganzen Landkreis zu EINFACH SINGEN nach Sachsenheim. Das Projekt trägt sich komplett ehrenamtlich. Mit den bisher gewonnenen Preisgeldern (ALWA-Preis, Preis der Jugendstiftung Baden-Württemberg, Schulpreis der Bietigheimer Zeitung) wurden bisher Versicherung, Notenkauf usw. gestemmt. Und wir selbst konnten mit einem Benefizkonzert bereits die BZ-Aktion „Menschen in Not“ unterstützen. Ein internationales OrgaTeam kümmert sich um Logistik und Probenaufbau, die musikalische Leitung hat Christiane Hähnle, Ansprechpartner für die Kirbachschule ist Rektor Rainer Graef.

Ansprechpartner für EINFACH SINGEN im Pflegeheim Sonnenfeld ist die Heimleitung unter Patricia O´Rourke. Bei der LANGEN NACHT DER INKLUSION wären wir in diesem Jahr mit 120 Sängerinnen und Sängern in Reithaus und Friedenskirche dabei gewesen. Danke an das ScalaTV, dass wir zu dritt bei der LNdI online dabei sein durften. Alle vom Projekt EINFACH SINGEN freuen sich jetzt auf 2021! Und wir hoffen sehr, dass wir bald wieder zusammen singen dürfen!